Infos Henna, Mehndi, Tattoo und Körperbemalung

Infos Henna, Mehndi, Tattoo und Körperbemalung

Blogartikel über Henna und seine Geschichte, mit Anleitungen zum Haarfärben mit Henna und Informationen zu Hennatattoos und Bemalungen.

Seit vielen Jahrhunderten wird Henna, vor allem in islamischen und asiatischen Ländern, zur Färbung der Haare und der Haut, insbesondere der Hände und Füße genutzt. Seit einigen Jahren besteht auch in Europa der Trend zur Körperbemalung(Bodypainting) mit Henna.


Mehndi ist ein Wort aus der Hindi Sprache. Aber auch in Urdu, der offiziellen Sprache in Pakistan, wird alles rund um Henna als Mehndi bezeichnet. In Ägypten wird es als Khenna, in Indien/Pakistan als Mendee, Mehandi oder Mendee, Die arabische Bezeichnung lautet AL Khanna oder Heena.In England findet man Henna unter der Bezeichnung egyptian privet.


Besonders bei großen Feiern wie Hochzeiten kommen die Bemalungen zum Einsatz. So wird z.B. in Pakistan oder Indien am Abend vor der Hochzeit eine Feier abgehalten, die Mehndi genannt wird. Die Braut erhält dabei eine Bemalung, die meist von der Schwiegermutter begonnen wird. Dem Bräutigam werden oft die Haare mit Henna gefärbt(Auch dunkle bzw. schwarze Haare können einen schönen Schimmer durch Henna erhalten). 


Der Farbstoff in der Hennapflanze heißt Lawsone. Er ist aufgrund chemischer Eigenschaften in der Lage, eine feste Verbindung mit den Bestandteilen der obersten Hautschicht einzugehen. Nach Entfernung der Hennapaste oxidiert er und so entsteht ein heller Orangeton, der langsam in eine Braunfärbung übergeht. Die Farbe kann von einem leichten Orange bis zu tiefem Rostrot oder Dunkelrot gehen. Aus dem grünen natürlichen Hennapulver können nur rötlich-braune Farbtöne erzielt werden.


Die Intensität der Farbe hängt von vielen Faktoren ab, wie Hauttyp, PH-Wert des Wassers, Einwirkungszeit, Zusätze in der Paste oder vorheriges Auftragen ätherischer Öle aus Nelken und Pfefferminz. Auch sollte man, sofern man die Paste selbst anmischt, darauf achten, kein altes Hennapulver zu verwenden. Frisches Hennapulver, das man an dem typischen Duft und der grünen Farbe erkennen kann, besitzt die besten Färbeeigenschaften.


Die Hauptanbaugebiete von Henna findet man in Nordafrika, im mittleren Osten, in Indien und Pakistan. Aus den duftenden Blüten der Hennapflanze werden Balsame und Parfümöle hergestellt. Das Hennapulver wird aus den getrockneten Blättern der Hennapflanze gewonnen, die pulverisiert werden.


Die Kultur der Bemalung der Haut mit Henna, den Tattos, geht zurück bis ins alte Ägypten. Und auch heute noch ist sie in Nordafrika, den arabischen Ländern und in Asien weit verbreitet.

Zumeist wird die Hennapaste zum Auftragen auf die Haut in eine Tüte mit einer feinen Tülle gefüllt.

Es gibt heutzutage auch fertig angerührte Hennapaste in Tuben, die das für Ungeübte anfangs schwierige Auftragen erleichtern.


Ein Tatto aus Henna hält je nach Beanspruchung ein bis drei Wochen. Je öfter man mit Wasser und Waschmitteln in Berührung kommt, desto schneller verblasst das Tatto.


Vor dem Auftragen eines Tattoos sollte man auf jeden Fall die betreffende Fläche gründlich mit Seife waschen, um alle störenden Rückstände zu entfernen, die das Farbergebnis verschlechtern könnten.


Henna besitzt laut Naturheilkunde eine kühle und feuchte Wirkung. Bei hohem Fieber ist es z.B. wirksam, die Fußsohlen mit einer mit Wasser angerührten Hennapaste zu bestreichen.


Aber die kosmetische Verwendung von Hennapulver ist nicht nur auf die Haut beschränkt. Anstatt chemischer Färbemittel wird beim Grauwerden der Haare mit Wasser angerührtes Hennapulver aufgetragen. Die grauen Haare werden dadurch rot gefärbt. Aber auch braunen und schwarzen Haaren verleiht Henna einen wunderschönen Glanz und von der Haarfarbe abhängige Rottöne. Bei blonden Haaren ist jedoch von dem Färben mit Henna abzuraten, da hier kein befriedigendes Farbergebnis zu erwarten ist, das Ergebnis wird höhstwahrscheinlich karottenrot sein bzw. in diese Richtung gehen.


Möchte man graue Haare mit Pflanzenfarben abdecken, ist es ratsam vor dem Auftragen der Pflanzenfarbe erst mit Henna zu färben und dann erst in einem zweiten Färbegang die Pflanzenfarbe bzw. Mischung aufzutragen. Bei dunklen Haaren kann man z.B. erst einmal mit Henna vorpigmentieren und dann die zweite Färbung mit Indigo durchführen.


Das Haarefärben wird in orientalischen Ländern von Männern sowie von Frauen praktiziert. Dort wird zumeist nur reines Henna verwendet mit einem roten Färbeergebnis bei grauen Haaren.


Um ein Bröckeln der Hennapaste beim Färben der Haare zu vermeiden, kann man der angerührten Paste ein ganz wenig Xanthan hinzufügen. Es wird einfach ein bisschen Pulver über die fertige Hennapaste getreut und verrührt. Nach kurzer Zeit geliert die Paste und krümelt dann nicht mehr.


Die Hennapulver in verschiedenen Farbnuancen, die in unserem Shop zu finden sind, sind Mischungen aus
Henna und anderen färbenden Pflanzen wie z.B. Indigo.


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Kommentare

  1. Raj Singh Raj Singh

    Good article, very clear and well written; I don't speak German but can read and even understand :) Nice you posted this information

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